Sollen sich die Gehörlosenschulen heute offiziell dafür entschuldigen, dass sie die Gebärdensprache damals auf diskriminierende Weise verboten haben?
Diese Umfrage folgt auf Peter Hemmi's Vorschlag:
Eine bekannte Schweizerische Gehörlosenschule, nämlich Zentrum für Gehör und Sprache Zürich, ging auf seine zweimalige Forderung nicht ein, sich offiziell dafür zu entschuldigen, den gehörlosen Kindern die Gebärdensprache damals zu unterdrücken.
Die Schulleitung begründete die Ablehnung seiner Forderung mit folgendem Argument:
Die Schulpädagogen von heute seien für die Diskriminierung der Gebärdensprache nicht verantwortlich, sondern jene, die damals das Gebärdensprachverbot vorgeschrieben hätten.
Einige sind aber anderer Meinung. Es geht ja nicht darum, wer persönlich die Gebärdensprache verbietet, sondern um die Schule als Institution, die heute noch besteht.
Seit Jahrzehnten hat die weltweite Wissenschaft die Gebärdensprache geforscht und als bestens gleichwertiges Kommunikationsmittel wie alle anderen Sprachen festgestellt. Gemäss der UNO-Konvention gilt die Gebärdensprache als ein unantastbares Menschenrecht der Gehörlosen.
Nun möchten wir Meinungen von euch mit der vorliegenden Umfrage erfahren. Danke für die Antwort!
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Hat abgestimmt für: Ja
Die Idee mit der Entschuldigung für frühere Vergehen ist ok.
Vor allem dürfte man aber auch HEUTE von einigen Schulleitungen eine positivere Einstellung zur Gebärdensprache erwarten.
Hat abgestimmt für: Ja
Nicht nur die Gehörlosenschulen, sondern auch die Berufsverband Hörgeschädigtenpädagogik Schweiz müssen auch bekennen, dass man die Gebärdensprache nicht wegschauen darf. > Sie offiziell anzuerkennen!
Die Beratungstellen und Kirchämtern müssen sich auch offiziell entschuldigen für den Beitrag zur Sterilisation.
Dann wird unser Leben mit Verzeihungen entspannter weiter...
Hat abgestimmt für: Ja
Unbedingt! Schuldirektoren sollen ihre menschliche Seite zeigen und die Institution vertreten. Eine offizielle Entschuldigung ist mehr als nur eine Formalität. Es kann alte Wunden heilen und einen langfristigen Domino-Effekt haben.
Wer das nicht einsieht, lebt immer noch im alten Jahrhundert. Viele Staaten, Banken, Präsidenten, Parteien und viele andere Organisationen haben in der Geschichte zu ihren Fehlern oder Verbrechen sich offiziell entschuldigt und haben so Frieden gefunden. Wieso nicht auch "Gehörlosenschulen"? Schuldirektoren sollen ihren Ego da auf die Seite schieben und in Würde die Institution vertreten.
Liebe Schuldirektoren, fürchtet euch nicht vor uns, wir sind keine bösen Gehörlose, die Rache wollen. Der Erste der sich dafür ehrlich, mit Respekt und in Gebärdensprache entschuldigt wird unter uns sicher beliebt sein ![]()
Hat abgestimmt für: Ja
Meine Antwort lautet deutlich JA! Warum?
Am 1. September 2009 - 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges haben überall in Europa die Menschen der Millionen Opfer gedacht. An der Gedenkveranstaltung nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Regierungschefs teil - unter ihnen auch Kanzlerin Angela Merkel.
Unsere Bundeskanzlerin, Angela Merkel, verneige sich vor den Opfern und gedenke "aller Polen, denen unter den Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht unsägliches Leid zugefügt wurde" - aber auch der sechs Millionen ermordeten Juden und aller anderen, die in deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagern starben. Merkel tat es, obwohl sie von heute für die Diskriminierung nicht verantwortlich sei. Dies geschehe in dem "Bewusstsein der Verantwortung Deutschlands, die am Anfang von allem stand. Es geht um die Menschenwürde und die politische Einstellung mit Frieden und Respekt!
Gebärdensprachen sind dank des Linguisten William Stokoe eigenständige und vollwertige Sprachsysteme.Die Ureinwohner Nordamerkias, Aborigines und andere First-Nation- Völker haben hochentwickelte Gebärdensprachen in vielen Bereichen seit tausenden von Jahren benutzt, u.a. für das Erzählen von Geschichten und für religiöse Rituale.
Trotz der Anerkennung der Gebärdensprache auf alle gesellschaftlichen Ebenen besteht noch der Verbot dieser Sprache in einigen europäischen Schulen. Dadurch fühlen sich taube Menschen keine Menschenwürde und Anerkennung seiner Existenz des Taubseins.
Liebe Schuldirektoren, fürchtet euch nicht vor taube Menschen. Entschuldigung bringt unter einen Hut, Menschenwürde und Respekt existent zu sein!
Hat abgestimmt für: Ja
Hat abgestimmt für: Ich weiss nicht
Bin betroffen, weil ich seit 17 Jahre im Zentrum für Gehör und Sprache in Wollishofen arbeite. Diese Fachleute sind offener geworden und diese Schulmethode ist sich auch verändert. Darum weiss ich es nicht, zum Verleich bei Nazi war es sehr grausam, über 6 Mio Juden zum Töten. Die "Taubstummenanstalten" sollten sich ja entschuldigen und die Gehörlosenwesen *Kirche und Eltern* waren auch mitschuldig. Mein Ziel ist Zukunft der Gebärdensprache, wo wir weiter kämpfen,müssen, nicht zur alten Vergangenheit!
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